DDV Nordrhein im Gespräch mit Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Matthias Heidmeier
Wie müssen Gebäude auf höhere Temperaturen, längere Hitzeperioden und veränderte Wetterbedingungen vorbereitet werden? Darüber haben wir als Dachdecker-Verband Nordrhein direkt mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Matthias Heidmeier gesprochen. Für uns stand dabei besonders die Frage im Mittelpunkt, welche politischen Rahmenbedingungen das Dachdeckerhandwerk für die praktische Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen braucht.
Gemeinsam mit Vertretern weiterer Handwerksorganisationen haben wir die Erfahrungen und Anforderungen des Dachdeckerhandwerks in die Gesprächsrunde eingebracht. Denn viele Maßnahmen zur Anpassung von Gebäuden an Hitze und andere Klimafolgen betreffen unmittelbar das Dach und die Gebäudehülle.
Klimaanpassung findet auf dem Dach statt
Dämmung, sommerlicher Wärmeschutz, Dachbegrünung und die energetische Sanierung bestehender Gebäude gehören für Dachdeckerbetriebe längst zum Arbeitsalltag. Unsere Betriebe wissen aus der Praxis, welche Lösungen funktionieren und an welchen Stellen gesetzliche Vorgaben, bürokratische Verfahren oder fehlende Fachkräfte die Umsetzung erschweren.
Genau diese Erfahrungen haben wir im Gespräch mit Minister Laumann und Staatssekretär Heidmeier adressiert.
Politische Rahmenbedingungen müssen zur betrieblichen Praxis passen
Ein Schwerpunkt unseres Austauschs lag auf den Bedingungen, unter denen die Betriebe Klimaanpassungsmaßnahmen tatsächlich umsetzen können. Dazu gehören schlanke Verfahren, verständliche Vorgaben und ausreichend qualifizierte Fachkräfte.
Wir haben gegenüber der Landesregierung deutlich gemacht, dass neue Anforderungen an Gebäude immer auch auf ihre praktische Umsetzbarkeit im Handwerk geprüft werden müssen. Klimaanpassung darf nicht durch zusätzliche bürokratische Hürden ausgebremst werden.
Fachkräfte als Voraussetzung für die Umsetzung
Wer mehr Gebäude energetisch sanieren, begrünen oder besser gegen sommerliche Hitze schützen möchte, braucht Menschen, die diese Arbeiten fachgerecht ausführen. Deshalb haben wir im Gespräch ebenfalls die Ausbildung und Sicherung von Fachkräften thematisiert. Die politischen Ziele im Gebäudebereich müssen mit den tatsächlichen personellen Kapazitäten der Betriebe zusammenpassen.
Die Interessen des Dachdeckerhandwerks direkt in die Politik tragen
Der Austausch mit Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Matthias Heidmeier war für uns eine gute Gelegenheit, die Erfahrungen und Anliegen des Dachdeckerhandwerks in die Diskussion einzubringen.
Als Dachdecker-Verband Nordrhein werden wir diese Themen auch weiterhin in den Gesprächen mit Politik und Ministerien aufgreifen und die Perspektive unserer Mitgliedsbetriebe einbringen.







